Die Normannen Im französischen Lehen der Normandie herrscht Herzog William genannt der Bastard und später der Eroberer. William wurde von Edward dem Bekenner, dem König Englands zum Erben ernannt dieser Thronanspruch wurde ihm nach dem Tod Edwards von Harold Godwinson geraubt. Dies konnte und wollte sich William nicht gefallen lassen und beschloss die Invasion England. Von vorn herein war klar, dass William seine älteren und treuen Kampfgefährten mit den neu eroberten Länderein belehenen wollte, während deren ältesten Söhne die Häuser ihrer Väter in der Normandie weiterführten. So kam es, dass für den jungen Normannen Geoffrey fitz John und dessen Gemahlin Fina de Orne weder im zu erobernden England noch in der Normandie eine ansprechende Stellung zu eringen war.

Als Sohn, des altgedienten Veteranen John, erlente ich auf der Burg Ponthien das Handwerk meines Vaters… die Kriegskunst. Hier lernten wir auch des Lesen und Schreiben, sowie zum Verdruss aller Knappen die Lateinische Sprache welche bei mir nur zum verstehen der heiligen Messe ausreichte. Auch das Schwimmen, Reiten und Jagen wurde uns hier beigebracht. Die mir versprochene Gemahlin Fina wuchs wie es sich für eine adlige Tochter, egal welchen Ranges, gehört im Kloster von Orne auf dort lernte sie die verschiedenen Handwerkskünst die zum führen eines Haushalts notwendig sind.

Als im Jahre 1066 der Ruf zur Invasion Englands von Burg zu Burg schallte und sich die Krieger zur Küste aufmachten waren die jüngeren Knappen und Pagen ohne Lehrmeister und manche junge Männer folgten ihren Vätern in den Krieg. Auch Finas und mein Vater John folgten dem Ruf zu den Waffen und zur Eroberung des angelsächsischen Reiches. Mein Bruder Simon blieb zurück um den Stammsitz unserer Familie und deren Führung zu übernehmen. Vor dem Ausrücken unserer Väter baten wir beide um ihren Segen.

Mit etwas Geld, Proviant, einem Zelt und dem Segen unserer Väter machten wir uns auf um wie viele junge Normannen ihr Glück in der Ferne zu versuchen. Unser Ziel war Sizilien, wohin sich vor einigen Jahren bereits einige Glücksritter aufmachten um dort, im Kampf gegen die Sarazenen Ruhm und Reichtum und eine neue Heimat zu erlangen. Als wir auf unserer Reise das Land der „Deutschen“ die stets Verbündete des normannischen Herzogs waren, kamen wir ins Land der Bayern. Nach einigen Tagen des orientierungslosen Umherirren durch die Wälder des Marktflecken Duisendorf entdeckten wir eine kleine Gruppe Einheimischer, der wir uns zu erkennen gaben. Die Gruppe bestand aus der geächteten Adelsfamilie Aribos des II und seines Bruder Botho, und zwei nordmännischen Familien die uns alle freundlich aufnahmen. Doch das Lager im Walde war zu unsicher, so reisten wir mit dieser Gemeinschaft von Ort zu Ort und von Markt zu Markt um uns mit unserem Handwerk und auf Turnieren zu beweisen. Auf unserer Reise stürzte jedoch unser Zelt ein dieses wir mit einem Kochtopf flickten was mir Geoffrey fitz John den Namen Chevalier de la Cassarole einbrachte. Diesen Namen riefen die Leute bald schon von weitem wenn sie auf uns traffen. Auch heute reisen wir noch mit dieser Gemeinschaft die aus dem Wald kam umher und bieten auf den Märkte des Reiches unser bestes dar.